28.02.2013

Keine Photovoltaik-Anlage bei Alkofen

Sehr ausführlich und mit großem öffentlichen Interesse wurde in der letzten Sitzung des Marktgemeinderats vom 26.02.2013 das Vorhaben behandelt, eine Photovoltaik-Anlage auf einem Feld bei Alkofen zu errichten.

Dieses Vorhaben wurde zu einem früherem Zeitpunkt bereits abgelehnt, daher wurde am 26.02.2013 eine überarbeitete Version des Entwurfes vorgestellt. Der Initiator des Projekts, ein Biobauer aus Kapfelberg, hatte in seinem bisherigen Entwurf Kompromisse eingearbeitet, um die früheren Kritikpunkte zu entkräften.

Vorab wurde seitens einiger Anwohner im Gebiet Alkofen eine Unterschriftenliste eingereicht mit der dieses Vorhaben verhindert werden sollte.

Die PV-Anlage sollte laut Vorschlag des Initiators nun mit einer 5 Meter breiten und 3 Meter hohe Hecke abgegrenzt werden, um somit die etwa 1,85 Meter hohen Kollektoren vor etwaigen Verstaubungen durch den naheliegenden Weg zu schützen. Außerdem sollte damit der eventuell als "unschön" empfundene Blick auf die Kollektoren eingeschränkt werden.

Von einem unabhängigen Fachmann wurden im Rahmen der Sitzung geäußerte Bedenken der Strahlung entkräftet. Eine messbare Strahlung existiere maximal in einem Umkreis von einem Meter rund um den Trafo.

Wie auch unser Gemeinderatsmitglied Reinhard Baumeister erläuterte, hätte diese Anlage keine Nachteile wie etwa eine stinkende Biogasanlage, eine lärmende Erdwärme-Pumpe oder ein riesiges Windrad.

In einer ersten Abstimmung sollte zunächst eine Grundsatzentscheidung fallen, ob auf diesem Gebiet eine PV-Anlage errichtet werden kann, unabhängig vom unterbreiteten Vorschlag des Antragstellers.

Mit 14 Stimmen dagegen und 10 Stimmen dafür wurde die Änderung des Bebauungsplanes sodann abgelehnt. Weitere Abstimmungen sind somit hinfällig und das Projekt ist damit an diesem Standort nicht realisierbar.


Meinung der Aktiven Bürger Bad Abbach:
Es kann an dieser Stelle nicht abschließend geklärt werden, ob und in welcher Höhe den wenigen Anwohnern vor Ort wirklich Nachteile entstanden wären.
Jedoch wurde hier eine Chance vertan, einen beachtlichen Teil der Energie in Bad Abbach über regenerative Energien zu erzeugen.
Unser Gemeinderatsmitglied Reinhard Baumeister hat der Änderung des Bebauungsplanes zugestimmt.

Verfasser: Michael Zenger, 28.02.2013