30.01.2014

Farce rund um REWE-Markt

Hoch her ging es im Rathaus, als am letzten Dienstag wieder das Thema REWE-Markt auf der Tagesordnung stand.

Dabei sollten eigentlich nur ein verbesserter Lärmschutz verabschiedet sowie über eine Vielzahl obligatorischer Stellungnahmen von Behörden abgestimmt werden.

Manchmal erinnerte diese Sitzung des Marktgemeinderats aber an einen Theaterstadl und Bürgermeister Ludwig Wachs meinte letztlich "Sagts des ja net nach draussn weiter, weil da kriegst ja an Vogl".

Um den diversen Kuriositäten die Krone aufzusetzen, wurde schließlich dann der Bebauungsplan für einen Supermarkt genehmigt - aber nicht der dafür notwendige Flächennutzungsplan der ehemaligen BayWa-Fläche abgesegnet.

Was genau diverse Markträte dazu bewogen hat, bei den 15 Abstimmungen über die vorgelegten Stellungnahmen mal dafür und mal dagegen abzustimmen, bleibt im Dunkeln. In Anbetracht der anstehenden Kommunalwahl scheint es nicht abwegig, wahltaktische Gründe zu vermuten.

So lehnten sämtliche Ratsmitglieder der "CSU" alle Punkte ab, obwohl sie den REWE-Markt an sich offensichtlich nicht schlecht finden, sondern nur einzelne Kleinigkeiten (andere Position der Anlieferung, weiterer Fußweg,...) kritisieren.
Die "Zukunft Bad Abbach" war in der Abstimmung geteilter Ansicht, es wird aber bereits jetzt versucht, ein Bürgerbegehren zugunsten des REWE-Marktes anzustreben.

An Argumenten pro und contra "Supermarkt" wurden nur altbekannte Meinungen wiederholt.


MEINUNG DER AKTIVEN BÜRGER:

Niemand von uns hat die fachliche Qualifikation zu beurteilen, wie hoch genau der Bedarf für einen weiteren Supermarkt in Bad Abbach sein wird.
Aber ein Investor hat sich sicher gut überlegt, an welchem Ort er einen erfolgsversprechenden Markt eröffnen möchte.

Dabei ist dieser Investor bereit, unüblich viele Auflagen zu erfüllen, wie aktuell der verbesserte Lärmschutz.


Was sind die häufigsten Argumente gegen den Markt?

Die Befürchtung, dass ein REWE-Markt in Konkurrenz zu dem Wochenmarkt tritt sehen wir nicht: Der Wochenmarkt ist eine schöne Einrichtung und kommt gut an: die Fans dieses Marktes werden auch weiterhin gern dort kaufen und für die berufstätige Bevölkerung ist das schon jetzt aufgrund der Standzeiten in der Regel keine Einkaufsmöglichkeit.

Auch ein Supermarkt am anderen Ende von Bad Abbach würde uns gefallen - es ist aber in keiner Weise realistisch anzunehmen, dass so etwas in der nächsten Zeit möglich wäre.

Dass die Bevölkerung Bad Abbach in künftig stark wachsen wird ist aber absehbar - und dabei geht es nicht nur um 100 Einwohner.
Sicherlich werden einige Personen aus Bad Abbach und den umliegenden Orten, die derzeit zum Einkauf nach Pentling, Regensburg oder Neutraubling fahren, wohl künftig häufiger in Bad Abbach einkaufen - und das bei allen derzeit schon bestehenden Einkaufsmöglichkeiten sowie bei den neuen, sei es dm oder REWE.

Es steht auch in den Sternen, was andernfalls mit dem ehemaligen BayWa-Gelände passieren. Eine Alternative konnte hier nämlich keiner der Gegner im Gemeinderat nennen.
Eine Ansiedelung eines anderen Gewerbebetriebs wäre aber ohne Zustimmung des Gemeinderats möglich - und das auch mit hoher Geruchs- und Lärmbelästigung, denn das Gebiet ist bereits jetzt ein Gewerbegebiet.

Wir meinen: Es gibt aktuell die Möglichkeit, mehr Kaufkraft in Bad Abbach zu bündeln und der künftig stark wachsenden Bevölkerung mehr Angebot und Auswahl am Ort zur Verfügung zu stellen. Das ohne Kosten für den Markt Bad Abbach - diese sollten wir nicht vorübergehen lassen!

WIE IST IHRE MEINUNG ZU DIESEM THEMA? SCHREIBEN SIE UNS!

Verfasser: Michael Zenger, Erich Wagner, 30.01.2014